Journal
28.4.2026
Sichtbarkeit schaffen und Einblick geben: 66 soziale Institutionen in Basel öffnen ihre Türen
Sichtbarkeit schaffen und Einblick geben: 66 soziale Institutionen in Basel öffnen ihre Türen
Am Freitag, 5. Juni 2026 findet zum zweiten Mal «Einblick Basel» statt. 66 soziale Institutionen öffnen von 14 bis 20 Uhr gemeinsam ihre Türen, verteilt über die Basler Quartiere. Über 150 Programmpunkte geben Themen wie Armut, Migration oder Sucht eine breite Sichtbarkeit in der öffentlichen Wahrnehmung – und das aus verschiedenen Blickwinkeln.
Das Format «Einblick Basel»
Integrative Arbeitsplätze, Beratungsstellen, Angebote für psychisch Erkrankte und vieles mehr: Das soziale Angebot in Basel ist gross, in der öffentlichen Wahrnehmung trotzdem nur wenig bekannt. Nach einer erfolgreichen Erstdurchführung rückt «Einblick Basel» am
5. Juni erneut das vielfältige soziale Basel in den Vordergrund. Von 14 bis 20 Uhr bieten 66 soziale Institutionen gemeinsam Einblick in ihre Arbeit, ihre Herausforderungen und laden zum Gespräch ein. Betroffene berichten aus ihrem Leben: über Orte, die gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen, über Hürden und Marginalisierung im Alltag. Die Veranstaltung bietet der breiten Bevölkerung die Möglichkeit, Institutionen kennenzulernen, soziale Themen besser zu verstehen und Fragen zu stellen.
Soziale Institutionen entdecken und ihre Themenvielfalt erleben
«Einblick Basel» rückt verschiedene soziale Themen in den Fokus: Alter, Armut, Arbeitslosigkeit, Beeinträchtigungen oder Migration. Die Veranstaltung bietet Anknüpfungs- punkte für alle Lebenssituationen und Interessen. Die Themen werden auf Rundgängen, in Workshops, Spielen und Begegnungen bei den Institutionen gemeinsam mit den Besuchenden aufgegriffen und vertieft.
Rund 150+ Programmangebote zur Auswahl
Wer sich für Sprachen interessiert und mehr über deren Einfluss auf Chancengleichheit erfahren möchte, ist im Unterricht für Deutsch-als-Zweitsprache beim K5 Basler Kurszentrum genau richtig. Bei der gaw – Gesellschaft für Arbeit und Wohnen erfahren Interessierte in einem Fachreferat, welche Chancen begleitete Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigung bieten. Besonders empfehlenswert ist die Anreise zur gaw per Flussbus ab dem Rhywyera. Wie inklusive Arbeitswelten konkret aussehen und welche Handlungsfelder es im Alltag gibt, zeigt iPunkt – mit persönlichen Begegnungen und der Möglichkeit, offen nachzufragen.
Häusliche Gewalt findet grösstenteils im Verborgenen statt. Halt Gewalt sensibilisiert dafür, wie man Anzeichen erkennt und Betroffene unterstützen kann. In Basel engagieren sich zahlreiche Institutionen für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Die Gassenküche Basel lädt zum aktiven Kennenlernen beim Mitkochen ein und zeigt über einen Kurzfilm alle Aspekte zur Arbeit ihrer Institution. Wer hinter die Kulissen einer stationären Therapie blicken möchte, ist bei der Suchthilfe Region Basel richtig. Im interaktiven Rundgang kommen Besuchende mit Betroffenen und Fachpersonen ins Gespräch. Das Tageshaus für Obdachlose erzählt auf einem informativen Rundgang seine Geschichte und lädt dazu ein, sich mit dem Thema Armut künstlerisch auseinanderzusetzen: mit Pinsel und vier Stichworten: Einsamkeit, Scham, Hoffnung und Freiheit. Die Beratungsstelle Plusminus führt spielerisch mit einem Quiz an die Themen Geld und Schulden heran.
«Einblick Basel» ermuntert zum Perspektivenwechsel und zur Begegnung: Die familea Frauenberatung zeigt, wie genderneutrale Kinderbücher dazu beitragen, Rollenbilder zu hinterfragen. Was Paare und Familien in verschiedenen Lebensphasen bewegt, macht die fabe greifbar. Bei mehreren thematischen Rundgängen zeigt die Beratungsstelle ihre psychologische Arbeit und öffnet ihre Therapie- und Spielräume. insieme Basel lädt zur Bildungsclub-Disco im kHaus ein, eine Party für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Die irides – Stiftung Blindenheim Basel lässt Besuchende auf einem Blindenparcours erfahren, wie es ist, ohne Sehvermögen durch den Alltag zu navigieren. Beim Surprise-Strassenchor singen Chormitglieder aus elf Ländern gegen soziale Ausgrenzung an. Und zweifach Velo & Secondhand-Kleider lädt dazu ein, die eigene Fahrradkette zu reparieren oder sich für ein Souvenirfoto in Schale zu werfen.
Diese Auswahl macht deutlich, wie vielseitig das Programmangebot der 66 sozialen Institutionen ist.
Kostenlos und ohne Voranmeldung, unterwegs mit Website und Faltflyer
Die Veranstaltung ist kostenlos und funktioniert ohne Voranmeldung. Auf der Website kann das Programm nach Thema, Format und Sprache gefiltert und zusammengestellt werden. Der Faltflyer bietet einen handlichen Überblick über alle Institutionen und ihre Standorte. Der Faltflyer ist erhältlich an den Kulturbox-Stellen und bei sämtlichen teilnehmenden Institutionen. Eine Orientierungshilfe bietet zudem die interaktive Karte. Dort sind der eigene aktuelle Standort und die Standorte der teilnehmenden Institutionen sichtbar.
Geführte Touren auf Anmeldung
Wer lieber zusammen mit anderen unterwegs ist, kann sich für eine der geführten Touren anmelden. Verschiedene Persönlichkeiten aus der Region laden zur gemeinsamen Tour ein: zu Fuss, per Velo oder mit dem ÖV. Surprise bietet seine beliebten Sozialen Stadtrundgänge an. Die Stiftung Schweizerische Schule für Blindenführhunde Allschwil zeigt, wie sich sehbeeinträchtigte oder blinde Menschen in Ihrer Umwelt orientieren. Der Verein Blind Jogging bietet Selbsterfahrung mit einer Dunkelbrille: Wie wirkt der Strassenlärm, wenn nur das Gehör zur Verfügung steht? Neue Perspektiven bietet zudem die Tour von impacttravel. Alle geführten Touren sind kostenlos und auf der Website aufgeführt. Anmelden unter: www.einblickbasel.ch/touren
Statements
«Einblick Basel» macht das vielfältige Engagement im sozialen Basel sichtbar. Der gemeinsame öffentliche Auftritt ermöglicht wertvolle Begegnungen und fördert die Vernetzung und den Zugang sowohl für Fachleute als auch für die Bevölkerung. Als Förderpartnerin von zahlreichen involvierten Projekten freuen wir uns über diese Aufmerksamkeit.»
– Dr. Alexander Suter, Leiter Soziales Christoph Merian Stiftung
«Ein starkes Basel lebt vom Miteinander und vom Verständnis füreinander. Mit Einblick Basel werden soziale Institutionen sichtbar gemacht, die tagtäglich einen unverzichtbaren Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten. Als Basler Kantonalbank ist es uns ein Anliegen, solche Initiativen zu unterstützen und den Dialog zwischen Bevölkerung und sozialer Arbeit aktiv zu fördern.»
– Regula Berger, CEO Basler Kantonalbank
Grosser Dank an Unterstützer:innen
Die Veranstaltung wäre nicht realisierbar ohne Unterstützer:innen und Partner:innen. Der Verein Einblick Basel dankt der Christoph Merian Stiftung, Roche, Basler Kantonalbank, dem Swisslos-Fonds Basel-Stadt und diversen weiteren Unterstützer:innen für ihr Engagement und die grosszügige Unterstützung.